Grossmühlingen - ein typisches Bördedorf

Erläuterungen zur Herangehensweise
der Chronikgruppe „Bördehöfe“

Der handschriftliche Originaltext Friedrich Looses wurde von den Mitgliedern zunächst transkribiert und dann digitalisiert. Dabei wurden Rechtschreibung und Grammatik nicht verändert und den heutigen Regeln angepasst.
Da Friedrich Loose über einen sehr langen Zeitraum (ca. von 1909 bis 1920) an dem Text gearbeitet hat, hat er Wörter in verschiedenen Jahren unterschiedlich geschrieben. Auch die Interpunktion, besonders bei Geburts-, Todes- oder anderen Angaben, wechselt. Dies wurde auch original beibehalten. Wörter oder Teile von Wörtern, die nicht entziffert werden konnten, sind durch ... gekennzeichnet.
Ausdrücke, die heute nicht mehr geläufig sind oder Abkürzungen, die Friedrich Loose verwendet hat, werden im Wörterverzeichnis erläutert.

Bei den weiterführenden Ergänzungen der Chronikgruppe, die auch als solche gekennzeichnet sind, wurden 17 Gehöfte ausgewählt, von denen weiterführende Ergänzungen bis in die heutige Zeit vorgenommen wurden.
Hierbei handelt es sich um Gehöfte, die sich im Laufe der Jahrhunderte nicht wesentlich in ihrer Lage oder Funktion verändert haben und auch heute noch vorwiegend als Bördehöfe erkennbar sind und zum Teil auch noch als solche genutzt werden.
Drei Gehöfte (Backhaus, Hirtenhaus, Spiel- und Armenhaus) wurden aufgenommen, obwohl sie heute nicht mehr existieren.
Sie waren aber für Jahrhunderte wichtiger Bestandteil des dörflichen Lebens, so dass auf die Beschreibung ihrer Entstehung, Entwicklung und Funktion nicht verzichtet werden konnte.

Die Nummerierung der ausgewählten Gehöfte folgt dabei der Nummerierung Looses in seiner Chronik und ist daher nicht fortlaufend (Gehöftnummern: 3, 4 b zus. mit 4 a, 6, 7, 35, 10, 12 a zus. mit 12 b, 15, 18, 19 b zus. mit 19a, 20 b, zus. mit 20 a, 23, 24 d zus. mit 24 und 24 b, 33, 32, 26, 27, 29, 30, 37). Diese Nummerierung entspricht auch dem Verlauf der heutigen Dorfstraßen: Ritterstraße, Gnadauer Straße, Dunkelstraße und Marktplatz.

Für diese Gehöfte wurden Tafeln mit ihrer Geschichte und Bedeutung angefertigt und an oder vor ihnen angebracht, um dem Besucher vor Ort die geschichtliche Entwicklung erlebbar zu machen.
Eine ausführliche Bildbeschreibung soll auch beim virtuellen Rundgang diese 20 Gehöfte dem Betrachter näher bringen. Angaben über die jüngere Geschichte und die jetzige Nutzung ergänzen dieses Bild.
Die übrigen 21 Gehöfte wurden mit dem Originaltext Looses in die Internetpräsentation aufgenommen, beim ausgewiesenen Rundgang durch das Dorf allerdings nicht berücksichtigt, da sie entweder nicht mehr vorhanden sind, im Laufe der Jahrhunderte zu Nachbargehöften dazukamen oder heute als Bördehöfe nicht mehr erkennbar sind.

Der schwierigste Teil der Arbeit bestand und besteht aber aus dem Schließen der Lücke von ca. 90 Jahren, die zwischen dem Ende der Aufzeichnungen Friedrich Looses und dem Beginn der heutigen Arbeit liegen. Deshalb hat die Chronikgruppe zunächst die Geburts-, Tauf-, und Sterberegister des Pfarrarchivs für ihre Ergänzungen verwendet.

Darüber hinaus wurden die heutigen Besitzer der ausgewählten Bördehöfe aufgesucht und befragt, ehemalige Besitzer oder ihre Nachfahren ausfindig gemacht und um Auskunft gebeten. Dies war aber nicht in jedem Falle möglich. Besonderer Wert wurde bei den Befragungen neben den Lebensdaten und -umständen auf Fotos, Karten, Pläne, Urkunden und andere Zeitdokumente gelegt. Erzählungen und Berichte von sehr alten Einwohnern des Ortes ergänzen oft das Bild der jüngeren Vergangenheit des Dorfes.

Die Mitglieder der Chronikgruppe sind sich bewusst, dass ihre Arbeit unvollständig ist, viele Lücken noch geschlossen werden müssen, Angaben ungenau oder auch fehlerhaft sein können. Von der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse erhoffen sie sich deshalb, Ergänzungen, Berichtigungen und weitere interessante Entdeckungen aus der jüngeren Geschichte ihres Heimatdorfes zu erhalten, die dann in die Arbeit aufgenommen werden und im Sinne Friedrich Looses für die Nachwelt erhalten bleiben.

 

Kirchbauverein "Sankt Petri" Grossmühlingen e. V.
 
  Entstehung des Projektes
  Grußworte
  Ziele und Anliegen
  Projektgruppe
  Herangehensweise
  Dank an Sponsoren & Helfer
 
   
© 2008 Kirchbauverein "Sankt Petri" Großmühlingen e. V.