Grossmühlingen - ein typisches Bördedorf

Die Gemeindeschenke Nr. 33

(des Planes pro 1674)
Vergl. I, 10 (Vrgl. Das Actenheft „Schenkenwesen“ in den Gemeindeacten)
(=Nr. 27 des G. Reineckeschen Verzeichnisses de 1674;
=Haus-Nummer 107 im J. 1908)

Bem.: In Bornum b. Zerbst gab es um 1840 keine Schenke; der Schulze hatte den Ausschank. Fremde wurden von den Bauern genächtigt „nach der Reise“. So wars auch in Leitzkau, Trüben, Natho b/ Zerbst.
Die Gemeindeschenke ist ein Pfarrlehenshaus 1692 ff. Vermutlich ist sies schon in viel
frühern Zeiten gewesen. Wann die Gemeinde es vom Pfarrer übernommen hat, ist nicht
bekannt. In den K.Visit. Protoc. des Erzstiftes Magdeburg ist eine Abgabe des Schenken an die Kirche oder Pfarre oftmals pro 1562/4 bezeugt. Das läßt darauf schließen, daß in hiesiger Gegend die Schenke einst mit der Kirche oder Pfarre verbunden gewesen war. Die steht in hiesiger Gegend häufig nahe der Pfarre. In Ebendorf, Hohenwarsleben zahlt die Kirche um 1562 zum bau der Schenke. (Danneil K. Vis. Protoc.) Wirtshäuser gab es schon in frühchristlicher Zeit. Pfarrer die ihre Zeit in Schenken verbrachten, wurden von ihren Vorgesetzten zu einem würdigerem Wandel ermahnt (Hauck, K. Geschichte Deutschlands II (2. Aufl. 1900) Seite 725).
In baulichem Zustande wurde es von der Gemeinde 1692 erhalten. Sie bezahlte 1781 die
Pielickentafel, Tische u. Schemel (Gem.-Rechnung). Schon 1586 ff. ist ein „Krüger“ erwähnt (K R.); er war Pächter, bis 1819 die Gemeindeschenke an den Besitzer des Kossatenhofes 9 verkauft wurde, welcher 1500 Thaler darauf ruhende Bauschulden übernahm, sowie einen Canon (=was sonst als Pacht für die Schenke an die Gemeindekasse gezahlt war).
Die Gemeindeversammlungen wurden um 1600 nicht in der Schenke, sondern im Spielhause (cf. sub. Haus 35) abgehalten. (cf. Schöppenbuch de Januar 1626: „Der Richter beklagt sich auf dem hiesigen Gerichtstage, daß sich nur wenige „auf dem Spielhause“ aus dem Dorfe einfinden, wenn dazu geläutet oder durch den Bäcker (cf. Haus 15) gefordert wurde, da doch in dieser gefährlichen Kriegszeit viel zu besprechen sei.“).
Auch die Abhörung der Kirchrechnung fand damals nicht in der Schenke, sondern auf dem
Spielhaus statt, 19. Febr. 1593, 24. Febr. 1595, 1596, 27.Febr. 1631, wie in den K.
Rechnungen mehrmals bezeugt ist. – Wahrscheinlich war um 1600 das Tanzlokal in der
Schenke noch nicht u. wurde es erst nach dem 30j. Kriege oder noch später in dieselbe
verlegt, von welcher Zeit an auch die Gemeindeversammlungen in der Schenke stattfanden. Die Visitationsmahlzeit fand am 10. Juli 1625 in der Schenke statt u. wurden für Speisen u. Getränke 4 Thaler 1 gr., 2 Pf. verausgabt (KR.)
Gespeist wurden die Visitatoren u. Honoratioren des Ortes. Weiberkirchensitze für die Schenke finden sich im Kirchenstuhlregister seit 1700 nicht; vermutlich mußte die Schenkenfrau zusehen, wer von den Bauersfrauen ihr einen unbenutzten Sitz einräumte. Um 1600 mag sie hinten an der Nordmauer ihren Sitz gehabt haben, wo auch die Sitze für das Hirten- und Spielhaus waren. – Der Gemeindeschenke hatte 1 Brot u. 1 Wurst jährlich dem Pastor u. Cantor zu geben (Sint. Chr. I, 132).
Der Brunnen am Nordgiebel des heutigen Schenken-Gehöftes scheint seit alter Zeit der
gemeinsame Brunnen für die Schenke u. für das Armenhaus u. Spielhaus 35 gewesen zu sein. 1589 ist der „Krüger“ Lindenberg, 1612 der Krüger Jacob Riedhart, 1617 der Krüger Jacob Schneider genannt (K R); letztrer war schon 1606 hier, in welchem Jahre er Hans Schmidt auf Hof 12 b verklagte, daß er ihm einen Hahn in einer Marderfalle weggefangen habe (Schöppenbuch). Bauhandwerker für die Kirche oder Pfarre zehrten auf Kosten der Kirche in der Schenke in üblicher Weise; der Wirth notirte die Rechnung auf einem“ Kerbstock“ (durch Einschnitte in denselben); solch ein Kerbstock, den die Kirche den Schenken bezahlte, ist in der K Rechnung 1613/1614; 1681 erwähnt. – Jacob Schneider kaufte ein Haus in der „ Neustatt“ wie im Schöppenbuch 1618 erwähnt ist; das identisch ist mit dem Kossathenhof „ vor dem Thor“.
1623 ist Thomas Knoche, Kossatensohn aus Hof 4 b (cf. Schöppenbuch sub 1614) der Krüger (K R.) (vermutlich Gemeindeschenke). 1648 ist Jacob Witte hiesiger Schenke (Gemeindeschenke), tot 1650, leiht der Kirche, unverzinslich 30 Thaler 1648 u. 11 Thaler unverzinslich 1649. (11 Thaler zurückgegeben 1650) die 30 Thaler schenkte Wwe. Witte der Kirche 1650 (K R.). Acker gehörte 1654 u. 1846 nicht zur Schenke (Salbuch; Separ. Recs). Außer der „Gemeindeschenke“ (jetzt Gasthof zum schwarzen Bären) gabs 1674 eine „ Gutsschenke“ (jetzt Gasthof zum goldene Löwen =Haus Nummer 124 im J. 1908).
Diese „Gutsschenke ist im G. Reineckeschen Verzeichnisse 1674 erwähnt; sie gehörte zum
Amt. Es steht fest, daß „Herr“ Joh. Aug. Stettern 1673 ff. Gutsschenke war (früher Lakai bei J. A: v. Krosigk hierselbst), ferner Pauli und Giehle, welche gleichfalls „Herrn“ im K. Buch genannt werden. 1714 ff. hatte Nolte die Gutsschenke, bis sie der Kossath Schumann (auf 9) um 1741 kaufte.
Sie blieb über 100 Jahre im Besitz der Schumannschen Familie; cf. II, S. 65 Weil diese beiden Schenken im Orte waren, u. die Schenken in jeder derselben in den Archivalien nur selten näher bezeichnet sind, so läßt sich nicht immer mit Bestimmtheit sagen, welche der in dem K. Buch namhaft gemachten Schenken die Gutsschenke u. welche die Gemeindeschenke seit 1648 bis um 1714 hatten (abgesehen von Stettern, Pauli; Giehle,
Nolte, Schumann u. dessen Nachkommen). Die Gemeinde Schenkwirthe waren häufig zugleich Handwerker, oder Hofbesitzer. Der Ackersmann Hoppe aus Hof 10 war 1713, der Kossath Finke aus Hof 13b um 1742 Gemeindeschenke, um 1759 Kossath u. Tischler Hoff aus Hof 20; 1795 war ein Vollspännersohn aus Hof 24 Gemeindeschenke; 1801 ein Anspännersohn aus Hof 7 =Samuel Paul, Tischler (Sint. Chr. I 113).
Diese alle waren Pächter der Gemeindeschenke. Verpachtet wurde die Gemeindeschenke öffentlich meistbietend im 18. Jahrhundert vom Dorfgericht. Im Jahre 1752 brachte sie der Gemeindekasse eine Pachteinnahme von 35 Thaler (Gemeinderechnung), im Jahre 1801-1803 jährlich 135 Thaler. (Sint. Chr. I, 113) In den Jahren 1816/19 gab der Schenke jährlich 201 Thaler Pacht incl. Recht zum Kramhandel) (Gemeindeacten).
In baulichem Zustande wurde sie von der Gemeinde gehalten (schon 1692 lt. Bericht des G. Reinecke de 1692, 13). Seit 1800 wurden die Dorfgerichte auf ihren Wunsch von der Verpachtung u. Zuschlagserteilung bezüglich Dorfschenke u .Gemeindebackhaus entbunden, um Verdrießlichkeiten, die sie gehabt hatten vorzubeugen. Seitdem fand die Verpachtung auf dem hiesigen Gerichtstage statt, zu welchen ein Fürstlicher Justiziarius aus Bernburg nach hier monatlich kam (Sintenis, Chr. I, 113).
1769 wurde für die Gemeindeschenke mit der eine Krämerei verbunden war, die
Contributionsschuld aus dem 7-jährigen Kriege (aus der sogenannten Dohna-Wedellschen
Contribution) mit 8 Thaler in bar abgelöst. (cf. den erteilten Freischein in dem
Gemeindearchiv (7 jähriger Krieg)). Um 1800 entstand der heutige Gasthof „zur Stadt Bernburg“, damals nur ein Cafe u. eine Herberge, wo auch Billard gespielt wurde (Sintenis, Chr. I, 113). 1824 löst Kossath Zander † 1837 auf Hof 9 den Lehensbrief beim Pfarrer Morgenroth, seit 1823 hier, wegen der Schenke; er hatte sie in Erbpacht genommen 1819 (cf. Gemeindeacten) gegen einen jährlich von ihm zu zahlenden Canon an die Gemeinde von 166 Thaler. Derselbe ist 1869 ermäßigt auf 100 Thaler, zunächst auf 5 Jahre. Früher hatte den Lehensbrief die Gemeinde abgelöst. 1831 löst dessen Nachwirth Fuhrmann, † 1840, Besitzer vom Kossatenhof 9 gn. Lehensbrief als Erbpächter der Schenke. – Schmied Bauermeister (Hof 37) administrirte eine zeitlang die Schenke, bis er 1841 Wittwe Fuhrmann heirathete. (Amts-Acten) Am 26. Septbr. 1841 löst Kossath Paul, Besitzer vom Kossatenhof 6 den gn. Lehensbrief, als Erbpacht-Eigentümer der Schenke. Er verkaufte sie 1847 an Tellge u. starb 1853.
Am 29. Juni 1847 löst Gastwirth Wilh. Tellge * 1816 in Kl. Mühlingen; † 1883, den Lehensbrief; er löste schließlich das Pfarrlehen ab (um 1880), als Eigentümer der Schenke. Er baute die jetzige Schenke; 1851 schuldete er der Gemeindekasse 283 Thaler, 12 Gr. (Erbpacht). Dessen Nachwirth ist sein Sohn Wilhelm Tellge * 1865; ~ 1888 gewesen; letztrer baute den großen Saal, am Südrande des Gartens, wo 1846/57 ff eine Kegelbahn gewesen war. – Die alte Schenke, die ein nur kleines Gastzimmer hatte, ist stehen geblieben, als südlich davon an Stelle des einstigen Pferdestalles der jetzige Gasthof gebaut wurde. Wilh. Tellge ist 1911 Fabrikarbeiter, hier wohnhaft. 1908 wurde die Gemeindeschenke an Wernicke schuldenhalber verkauft; er ist von auswärts zugezogen. – 1909 ist Werner Besitzer geworden. – 1911 kaufte sie Wöhner, früher Holzbildhauer, zuletzt bei Rathenow ansässig. – 1912 kaufte sie August Bahr. Zur Zeit giebt’s 5 Wirthshäuser im Dorfe:
1) Gasthof zum Schwarzen Bär (ehemalige Gemeindeschenke)
2) Gasthof zum goldenen Löwen (ehemalige Gutschenke) = Haus Nr. 124 i. J. 1908.
3) Gasthof zur Stadt Bernburg (um 1800 entstanden) = Haus Nr. 126 im J. 1908.
4) Gasthof zum Prinz von Anhalt (nach 1870 entstanden = Haus Nr. 129 im J. 1908.
5) der Schalk gehörige Gasthof (nach 1880 entstanden) = Haus Nr. 91 im J. 1908.
6) die ehemals Kelterersche Brauerei hat Schenk-Gerechtigkeit = Nr. 115 u. dergl.
Einen Einblick in das Wirtshausleben um 1740 gewährt ein Actenstück, welches hinter der Kirchrechnung 1742 sich findet: Die 4 Schenkwirthe aus dem Amte Mühlingen (2 aus Grossmühlingen und 2 aus Kleinmühlingen) waren durch einen Advocaten in Zerbst bei der Behörde infolge des jüngst erlassenen „Sabbatgebotes“ vorstellig geworden. Es wurde ihnen der Bescheid gegeben, daß es bei dem unlängst erlassenen Sabbatgebot zwar sein Bewenden behält, ihnen aber gestattet wird, an Sonn- u. Festtagen mit Ausnahme des 1. Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertages im Sommer Abends 5-10 Uhr und im Winter 4-9 Uhr „Gäste zu setzen“, und dieselben durften unter einander „eine erlaubte Ergötzlichkeit, jedoch ohne alle strafbaren Excesse, haben u. genießen“. „Die Gäste dürfen auf der Pielckentafel und in Karte spielen.“– Das Spiel auf der Pielckentafel war um 1860 in Gräfenhainichen noch sehr beliebt, während es hier in Mühlingen auch den alten Leuten unbekannt ist. An dem Ende einer langen u. schmalen Tafel stehend, ließen man auf derselben kleine dicke Scheiben aus Eisen oder Stein über die Tafel eine Strecke weit gleiten; der Nachspielende durfte mit seiner Scheibe die bereits auf der Tafel liegende Scheibe seines Mitspielers bzw. seines Gegners nicht berühren. Näheres wußte mir mein Gewährsmann aus Gräfenhainichen nicht zu berichten. – Das Spiel war auch in der Hettstedter Gegend und anderswo bekannt (cf. Neujahrsblätter herausgegeben von der histor. Commission für Sachsen u. Anhalt 1908 „ Mittelalterliche Volksspiele“ v. Professor Heldmann). – Fraglich ist, was das Wort Pielcken bedeutet; ob es mit Pille (= Kugel) zusammenhängt? Ob das die meisten Hausväter Sonntag Nachmittags in das Gasthaus, wo sie Karten spielen. Billardspiel daraus entstanden ist?
Heutzutage gehen die meisten Hausväter Sonntag Nachmittags in das Gasthaus, wo sie Karte spielen. Gekegelt wird selten. Billarde gibt’s nicht mehr. Tanzmusiken für die Jugend in den verschiedenen Gasthöfen sind häufig. Wo um 1230 die Dingpflichtigen, die von auswärts kamen, herbergten? Die hiesige alte Schenke war ein nur kleines Gebäude. Sie gewährte nicht Raum genug, daß viele zu gleicher Zeit darin hätten nächtigen können.
Es ist die Frage, wo die Vielen, die aus den zum hiesigen Grafengericht gehörigen Dörfern
zum Ding erscheinen mußten, um 1230 genächtigt haben. Sie hatten zum Teil einen weiten Weg nach hier (Schwanebeck, Unseburg waren die entferntesten Dörfer). Das Grafengericht fand in den Morgenstunden statt.
Erst zur Nachtzeit nach hier zu reisen, war bei den schlechten Wegen u. zumal im Januar, wo regelmäßig Ding gehalten wurde, nicht immer möglich. Darum meine ich, daß die
Dingpflichtigen schon tags zuvor hier eintrafen, und Nachtlager die Nacht über in den
Bauergehöften, auf dem Strohboden oder sonst wo fanden. Hierauf beziehe ich die
Bestimmung des Sachsenspiegel III, 91: „ Herbergt ein Mann Leute, u. schlägt ihrer Einer den Anderen tot, ohne sein“ (=des Wirthes) „Schuld, binnen seinen Geweren“ (= in seinem Gehöft) „oder draußen“ (=auf der Straße), „oder welches Unrecht ihrer Einer an den anderen thut: der Wirth soll es ohne Schaden bleiben“ (nicht haftbar dafür gemacht werden) „ und auch die Bauern alle, ob (=wenn) sie den Friedbrecher nicht aufhalten mögen“ (= vermögen) „ und sie das gewähren auf den Heiligen“ (= beschwören), „als“ (= wenn)“ man sie darum beschuldigt. Also gethane Ding und Geschichten soll man aber zum Vogt-Ding (in judicio) rügen und ansagen.“ Es ist hier vorausgesetzt, daß ein Bauer mehrere Leute beherbergt. Oft genug mag es vorgekommen sein, daß Dingpflichtige, die eine Streitsache auf dem bevorstehenden Gericht mit einander ausmachen wollten, den Abend u. die Nacht zuvor in Wortwechsel geriethen, der zu Gewaltthätigkeiten und bisweilen zum Todschlag führte. Ich urteile, daß die in Bornum etc. um 1840 noch bestandene Sitte, wonach Obdachlose von den Bauern, „nach der Reise“ auf dem Heuboden oder im Scheunenstroh genächtigt wurden, auf einem uralten Herkommen beruhte, welches die Colonisten der Zerbster Gegend zur Zeit Albrecht des Bären aus hiesiger Gegend in ihre neue Heimat verpflanzten.– Ob die Grossmühlinger „Herbergspfennige“ an den Gutsherrn zu entrichten hatten, wie die Bauern anderwärts (vgl. Hertel, Lesebuch; Danneil, Geschichte des Magd. Bauernstandes I, 235 u.ä.), ist unbekannt. Es ist überhaupt fraglich, wozu die Herbergspfennige gezahlt wurden; ob für die Beköstigung der von auswärts kommenden Schöppen, des Schultheißen u. des Frohnen, die auf dem Grafenthing zu thun hatten u. etwa in der Gutsschenke bewirthet
wurden? Oder für das „Einlager“ (=Einquartirung von Soldaten, deren Beköstigung der
Gutsherr in die Hand nahm)?– Die Bezeichnung „Schenke“ führt zur Annahme, daß in ältester Zeit die Bewirtung der Gäste (Fremde von auswärts) unentgeltlich geschah. Zur Zeit des Tacitus (cf. Germania 21) beköstigte jeder den Fremden, der in seinem Hause einkehrte, gab ihm auch das Geleit.
Gastfreundschaft zu üben, war eine heilige Pflicht. Im Fortschritt der Cultur, noch vor
Einführung des Christentums als man sich nebeneinander in Dörfern anbaute scheinen
Schenken errichtet zu sein, die, wo ein Priester wohnte, wie es hier in Mühlingen der Fall war, unter dessen Aufsicht u. Leitung gestellt wurden. Daß Schenken schon früh vorhanden waren, ergiebt sich aus dem Verbot für die christl. Priester in frühmittelalterlicher Zeit, „daß sie ihre Zeit nicht auf der Jagd u. in Wirthshäusern verbrächten“ (Hauck, Kultur- Geschichte Deutschlands. II, S 725).
So erklärt sich dann auch, daß in hiesiger Gegend die Gemeindeschenke häufig neben der
Pfarre lag u. daß die hiesige Schenke ein Pfarrlehenshaus wurde, bis die Gemeinde in nicht näher zu bestimmender Zeit sie übernahm.

 

Die Ergänzungen der Familiengeschichte der einzelnen Besitzer nach dem Ende der Aufzeichnungen Friedrich Looses bis zur Gegenwart finden Sie im pdf-Dokument zum Hof. Auf dieser Seite oben.

 

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