Grossmühlingen - ein typisches Bördedorf

Hof 20 a

(cf. Plan pro 1674)

(nicht nummeriert im G. Reineckeschen Verzeichnisse de 1674; der Hof war bereits 1654
eingegangen u. wurde seitdem dessen Stätte zur Vergrößerung der Höfe 20 b und 21
verwandt. Was von der ehemaligen Hofstätte noch nicht mit Gebäuden bebaut ist, gehört zu Hof 20 b (= jetzige Nr. 35).
Die auf der Separationskarte gezeichnete Lücke (in den Separ. Acten als Wurth bezeichnet) gehört zum Gehöft mit der jetzigen Nr. 35).

KV. 1586.
(1a) Bartholomäus Bauermeister; tot 1596; er zinst bis 1596 für einen Kohlhof der Kirche,
welcher 1597 ff. bei Hof 23 war. Nach seinem Tode kaufte Bertram (Hof 23) den Hof 20 a.

(1b) 1598 war dieser Hof ein Kossatenhof. Er gehörte 1596 ff. dem Besitzer Thomas Bertram vom großen Ackerhof 23. Er lag 1598 und 1604 „zwischen Hans Hatzkerode“ (Hof 21) „und Valentin Hatzkerode“ (=Hof 20 b). (Der zum Hof 20 b gehörig gewesene Garten liegt „zwischen Bertram“ (= Hof 20 a) „und Meseberg“ (=Hof 19 a) (cf. Schöppenbuch)
Der Hof 20 a hatte 1600 1⁄4 Hufe eigenen Acker und 1⁄2 Hufe Pachtacker. Im Jahre 1604 betrug der Taxwerth für Haus u. Garten 200 Thaler.
Besitzer waren:
Thomas Bertram tot 1598 ~ ... lebt 1598; tot 1600.
Hans Bertram † 1604, des Thomas Bertram Sohn † 1598 ~ ... geb. Klicke, 1598-1604.
Claus Bertram † 1608 (Pest)? Bruder des Hans Bertram (Sohn des Thomas B. † 1598), seit 1604.
Siehe über die Familie des Thomas Bertram † 1598 sub Hof 23.
(Das Hausgerät des Hofes 20 a siehe in den Zollactannen aus dem Schöppenbuch S. 221 pro 1600)

(2) Es ist dunkel, wer den Hof nach dem Claus Bertram besaß. (Wahrscheinlich Georg
Kroppe († 1612) (=Krappe) hatte sich wahrscheinlich in den Hof 20 b hier eingeheiratet (cf. Hof 20 b). Übrigens war die 1632 gestorbene Ehefrau des hiesigen Dorfschneiders Lüdecke (in Hof 37) eine Tochter des Landschöppen Crispin Reichel (in Calbe?) ~ Magdalene geb. Krappe.

(3) Es findet sich keine Spur, daß nach 1654 der Hof 20 a jemals wieder eine
Kossatenwirtschaft geworden sei. Das jetzige lockere Gefüge der alten Kossathengehöfte 20 b und 21 (jetzige Nummern 36 und 35) würde, auch wenn das Schöppenbuch keine Kunde über den inzwischen eingegangen Hof 20 a brächte, zu der Annahme nötigen, daß zwischen ihnen einst ein Hof gelegen habe. Denn die alten Gehöfte waren ursprünglich in der hiesigen Gegend so dicht wie möglich aneinander gerückt u. waren nur schmal. Eine jetzige Lücke in einer Gehöftzeile läßt überall vermuthen, daß sie aus einem eingegangenen Hofe entstand. Die Kossathenhöfe 20 b u. 21 (jetzt Nr. 35 u. 36) hatten in alter Zeit ebenso Giebelhäuser, wie die Gehöfte überhaupt. Daß sie jetzt Fronthäuser haben, hängt mit der Erweiterung ihrer Längs-Seitengrenzen zusammen, nachdem ein Hof zwischen ihnen eingegangen war. Auch meine Untersuchungen über die Kirchen-stuhlordnung haben ergeben, daß der Hof 20 a einst dagewesen sein und 2 Weibersitze in der Kirche gehabt haben müsse. (cf. Teil III, S. 140 f bzw. S. 138)

 

Hof 20 b
(Nr. des Planes pro 1674)
(= Nr. 16 des G. Reineckeschen Verzeichnisses de 1674, jetzige Haus Nr. 35)

K V. 1594
(1) Valentin Rode lebt 1616 wohl als alter Mann (= Hartzgerode) ~ „Catherine geb. Brösel“† 1616 aus Eickendorf, Schwester der 1586 † Frau des Richters Peter Bertrams sen. (auf Hof 24) u. der Frau des Halbspänners Moritz Bock auf Hof 26. Er erhält 1596 Quittung von seinen Brüdern Hans u. Herrmann vermutlich über das an sie ausgezahlte Erbe aus dem väterlichen Gut, daß er gekauft hatte. Frau Cath. Rode geb. Brösel stirbt 1616; zur Grade derselben „ fanden sich keine Erben“ (sie hinterließ also keine Töchter, u. Nichten reflectirten nicht darauf).
Der Hof des Valentin Rode ist 1598 und 1604 im Schöppenbuch bezeichnet als neben dem
Bertramschen Kossathengut (= Hof 20a) gelegen. Den zum Hof 20b gehörigen Hausgarten
besitzt 1601 der Wirth von Hof 22; er ist im Schöppenbuch 1601 bezeichnet als „ zwischen
dem“ (Garten zum) „Kossatenhof Bertrams“ (= Hof 20a) „und dem“ (Garten zum) „ Kossathenhof des Andreas Meseberg“ (Hof 19a) „gelegen.“ Später ist dieser Hausgarten wieder mit Hof 20b verbunden. Wichmanns (resp. seiner Schwiegermutter Wwe. Meseberg) Hof 19a ist 1612 im Schöppenbuch bezeichnet als neben Valentin Rodes Hof (=20b) gelegen.
Kinder des Valentin Rode:
1. Hans Rode † 1607~ Anna geb. Nagel (aus Hof 7); er erhält v. seinem Bruder Valentin
1596 sein väterliches Erbe u. wurde ca. 1596 Kossath auf Hof 21.
2. Herrmann; als Mither und Hausgenosse benannt. Er erhält 1596 von seinem Bruder
Valentin sein väterliches Erbe; er scheint identisch zu sein mit Hermann Rode, der 1627
den Martinischmaus für die Ackerzinser der Kirche kocht u. dafür 8 Groschen aus der
Kirchkasse erhält (1627 KR.) – 1632 war Herrmann Rode bei Führung der
Gemeinderechnung beteiligt (Sintenis, Chr. I 103) als Mither
Kinder des Val. Rode ~ Cath. Brösel
3. Valentin ~ (2)
4. Martin; † 1627 er verheirathete sich nach Eggersdorf; als Wwr. heirathete er 1613 die
Wwe Schmidt geb. Nagel auf Hof 12a u. bezog diesen Hof.
Wahrscheinlich eine Tochter, welche den Georg Kroppe heiratete, der 1612 tot war (cf.
Hof 20a ?) u. den Hof 20b erhält.

(4c) Im Jahre 1654 (seit J. Penops Tod?) besitzt den Hof 20b Ludwig Krappe † 1670
(vermutlich ein Sohn des Georg Krappe jun., geboren ca. 1618)~ Catherine. Es gehörten dazu 22 1⁄2 Mg. Acker, die im Gr. Mühlinger Flur lagen. Des Ludwig Krappe Vater scheint vor dem 30j. Krieg den Hof 20b mit 22 1⁄2 Mg. Acker besessen zu haben. An Hof 20b kam allmählich die Hofstätte 20a mit gehörigen Garten. Die bis jetzt (1908) übrig gebliebene Lücke des Gehöftes 20a gehört zu Hof 20b. Vergleiche über den vermutlichen Vater des Ludwig Krappe sub Hof 20a.
Kinder des Ludwig Krappe † 1670 ~Catherine (T R. 1765 ,7).
1. Tochter * ...; begraben 1659
2. Regina * ...; ~ 1671 Schäferknecht Heinrich Klaus.
3. Anna Marie * ...; 1677 ist sie im Taufregister erwähnt; Sie stirbt 1726 ledig im Hof 20b.
4. Ludwig * ...; ~ 1672 (5)
Ludwig Krappe harkt für Lohn Kirchenkorn 1657 (KR.).

KV. 1680.
(5) Kossath Ludwig Krappe * ...; † 1721 ~ 1672 Elisabeth Klaus (Claus) aus dem Amte
Schönningen. Er wellert auf der Pfarre 1684. 1686 22 1⁄2 Mg. Acker.
Kinder:
1. Catherine * 1673; † 1682 (Pest)
2. Hans * 1676; † 1682 (Pest)
3. Tochter * ...; † 1682 (Pest)
6. Dorothee Elisabeth * 1683 ; ~ 1705 Hans Andreas Scheide Kossath auf Hof 13b.
4. Joachim * 1679; ~ 1711 (6)
5. Magdalene Margarethe * 1681; † 1682.
7. Ludwig * 1687 ; † 1740 (KR.)
8. Agneta * 1687.
9. Andreas * 1688.
10. Magdalene * 1692.

K V 1714.
(6) Kossath Johann Joachim Krappe; * 1679 † 1739, ~ 1711 Catherine Magdalene Hoff *
1691 † 1757, Halbspännertochter aus Hof 27. Er borgt bei der Kirche Geld, brannte 1728 ab, wie auch seine Nachbarn ( Sintenis Chr. I 105). Ao 1729 ist Executionstermin wegen Krappes Schulden (KR.). Ao 1730 zahlt Augustin Hoff (7), ein Schwager Krappes 104 Thaler an die Kirche für Joachim Krappe, nachdem er im Subhastationstermin das Krappesche Gut erstanden hatte. Joachim Krappe wurde Häusler u. ist als solcher 1732 genannt. Wahrscheinlich erwarb er das ackerlose Gehöft 8; das um 1800 im Besitz der Krappeschen Familie ist. Er kaufte 1730 den Mannsstuhl Nr. 1 in der Kirche für 1 Thaler, da er seinen Hofsitz verloren hatte. Ein Nachkommen von ihm Namens Krappe ~ 1878 Steingräber ist jetzt in Gr. Mühlingen noch wohnhaft; er besitzt (1908) das Gehöft 21 u. bewirtschaftet einigen Acker
Kinder des J. Joach. Krappe ~ 1711:
1. Marie Magdalene * 1712; ~ 1733 Knecht Dannheil, Kossathensohn aus Biere.
2. Anna Elisabeth * 1714; ~ 1743 Häusler Arbeiter Peter Finke, Halbspänner aus Eggersdorf.
3. Christian August * 1716; † 1729.
4. Anna Sophie * 1720; † 1743.
5. Dorothee Rosamunde * 1722; ~ 1748 Maurer Mehlmann in Biere.
6. Anna? Catherine * 1727; kommt 1751 unehelich nieder.
7. Johann Andreas * 1732 † 1804; ~ 1756 Marie Elisabeth Balkan † 1782 Kossathentochter aus Hof 36; ~ 1782 Anna Elisabeth Danneberg † 1787, Kossathentochter aus Hof 6; ~ 1788 Catherine Elisabeth Standfuss † 1800 verwittw. Zimmermann u. Rohrmeister Schulle aus Salze. Er war Häusler u. Schneider; er hat aus diesen 3Ehen nur ein Kind: Joh.
Georg David * 1761 † 1827; ~ 1794 Anna Margarethe Kühne † 1831 aus Eickendorf, eine
Kossathentochter. Er ist wohnhaft im Gehöft 8 als Schneider und „Freihäusler“. Seit
1811-1825 ist er Kirchvorsteher =Kirchenkassenrendant. Von seinen 7 Kindern heirathet
Joh. Christian David Krappe * 1799 ~ 1823 Johanna Christiane Elisabeth Dalheim,
Seilertochter aus dem jetzigen Hause mit Nr. 142 .Er war Schuster u. baute das jetzige
Haus Nr. 164. Von seinen 12 Kindern heirathet Joachim Christian David Krappe * 1823;
Bergmann ~ 1849 Marie Elisabeth Hempel, eine Schuhmachertochter aus Zens.Von
dessen 3 Kindern: Friedr. Ernst Krappe * 1852 Bergmann ~1878 Luise Wilhelmine
Steingräber aus Oranienbaum Einwohnerstochter. Er besitzt Hof 21 jetzt.(cf. Hof 22, 21)

K V. 1737. 1747.
(7) Augustin Jacob Hoff, * 1689 † 1762, Halbspännersohn aus Hof 27; Tischlermeister; ~
1712 Margarethe; Küster, (Dorothee cf. St. R. 1726) † 1770 80 J. alt, Schneidermeistertochter aus Welsleben (Conrad Küster ~ Anna geb. Kubbe † 1728 73 J. alt), eine Schwester des Kossathen und Schneidermeisters Küster auf Hof 6.
Er wohnte zunächst in Kl. Mühlingen und war dort zugleich Gemeindebäcker (St. Reg. 1728, 13); 1729/30 erstand er das subhastirte Gut 20 b mit 22 1⁄2Mg. Acker, seines Schwagers J. J. Krabbe (cf. sub (6)). Ob er noch etliche Zeit in Kl. Mühlingen wohnen blieb, bis das Gehöft 20 b neu aufgebaut war? Er kauft 1735 die zu Hof 20 b gehörigen Kichenstühle.
Kinder des Aug. J. Hoff (die nicht hier geboren sind):
1. Joachim Heinrich * ...; ~ 1747 (8)
2. Christian * ...; † 1738.
3. Johann Andreas *...; † 1743
4. Christian *...;

K V. 1754
(8) Kossath u. Tischler Joachim Heinrich Hoff † 1775 ~ 1747 Susanne Euphrosine Klaus (=
Rosine Stuhl-Reg. de 1726), Schenkentochter aus Glöthe. Er ist 1750 hiesiger Gemeindeschenke (Haus 33 des Planes pro 1674). Sie kauft 1777 den Männerstuhl für ihren Sohn † 35. Der Hof schuldet an die Fürstl. Kammer aus der repartirten Döhna-Wedellschen Kriegscotribution (I, 130 5) zu Weihnachten 1775 Capital, sondern 9 Thaler (5%) Zinsen.
Kinder:
1. Anna Marie * 1748; † 1748
2. Johanne Elisabeth * 1750; ~ 1770 Andr. Chrph. Bethge, Ackermann in Üllnitz.
3. Anne Margarethe * 1752; † 1754
4. Anna Marie Katharine * 1756; † 1756
5. Christian August * 1757; † 1781
6. Marie Catherine Sabine * 1760; ~ 1781 (9)
7. Johann Peter * 1762; 1788 Zimmergesell in Salze (T.R. 1788; ?)
8. Anna Marie * 1765; kommt 1786 unehelich nieder.
9. Susanne Catharine * 1767; ~ 1787 Bergmeier Kossathensohn aus Zens.
10. Andreas David * 1772; Maurer, ~ 1800 Präger, Kutscher-Wwe aus Zerbst.
22 1⁄2 Mg. Acker

(9) Kossath und Chirurg Johann Friedrich Hoppe, Sohn des Baders u. Chirurgen in Welsleben ~ 1781 Marie Catharine Sabine Hoff. Seine Schwiegermutter kauft 1777 für ihren Sohn Hoff den Männerstuhl Nr. 35 (1777), welchen Hoppe später benutzte. 22 1⁄2 Mg. Acker, Er ist Kossath genannt T. R. 1782, 9; 1782, 4; lt. T.R. 1788, 12 wohnt er 1788 in Schönebeck (cf. Sintenis, Dok. Acc. Buch 1810, 22). Er hatte den Hof 20 b an Grube (10), Kossath auf Hof 39 verkauft, welcher 1790 „Zweifacher Kossath“ war ( Sintenis, Acc. Buch 1790, 34).
Kinder des J. Fr. Hoppe:
1. Johann Friedrich * 1782; ~ 1810 ... geb. Mallweide.

(10) Kossath und HandelsconcessianistGottfried Grube † 1798 auf Hof 39 wird durch Kauf
um 1788 cf. Sint. Acc. Buch 1790, 34 Besitzer von Hof 20b ( cf. über Grubes Familie sub Hof 39); er bleibt auf Hof 39 wohnen; das Gehöft 20 wird er vermiethet haben. 22 1⁄2 Mg. Acker

(11) Samuel Gottfried Grube * 1780 † 1841 (Sohn des Grube sub (10)); Kaufmann und
zweifacher Kossath ~ 1801 Johanne Marie Betthausen † 1849 69 J. alt. Er ist Besitzer des
Kossathenhofes 39 u. 20 b u. wohnt auf Hof 39. Er tauschte um 1811 den Kossathenhof 20 gegen den Halbspännerhof 18 ein, (gegen Nachzahlung)

(12) Samuel Friedrich Nagel * 1768 † 1845, 76 J. alt, bisher Besitzer des Halbspännerhofes 18, wurde durch Tausch mit Grube (bzw. Kauf) um 1811 Besitzer (1812 ist er im Besitz von Hof 20 (cf. Dorfgerichts-Acten) 1812 gehören zum Hof 20 Mg. „Erbacker“ von Hof 18 mitgebracht u. 7 1⁄2 Mg. Dienstacker von Grube.) des Kossathenhofes 20 b mit dem zugehörigen Kossatenacker; ~ 1819 Marie Magdalene Lorenz † 1861 67 J. alt, Kossathentochter aus Wispitz. Über seine Vorfahren siehe sub Hof 18.
Kinder:
1. Catharine Elisabeth * 1820; ~ 1847 (13)
2. Dorothee Margarethe * 1822; † 1832
3. Heinrich Sammel * 1824; † 1834.

(13) Bergmann Kossath Friedrich Jacob Siedel * 1818, Kossath, Sohn eines Handelsmannes in Hettstedt ~ 1847 Catherine Elisabeth Nagel * 1820 † 1859, 38. J. alt, (Siedel ist genannt im Häuser-Verz. 1868).
Es gehörten 1846 zum Hof 20b 7 1⁄2 Mg. Dienstacker und 20 Mg. Wandelacker (= 33 Mg. 72 Quadratruthen Ao. 1875) cf. Separa.-Recaß. Das Eigentum hatte daran nicht Siedel, sondern seine Ehefrau geb. Nagel seit 1845. Der jüdische Kaufmann S. J. Fliess kaufte (14).
Kinder des F. J. Siedel ~ C. E. Nagel:
1. Dorothee Friederike Bertha * 1848; ~ 1866 Müller Matthes
2. Wilhelmine Sophie Christiane * 1849
3. Robert Wilhelm August * 1852
4. Elisabeth Marie Hulda * 1854.
5. Julius Carl Wilhelm * 1857; † 1859
6. Friedrich Rudolf * 1859; † 1859.

(14) Der jüdische Kaufmann E. J. Fliess kaufte nach 1868 das Gut 20b; er löste die Abgabe von Brot u. Wurst an den Pastor u. Cantor 1871 ab (cf. Ablösungsacker der Pfarre). Er parzellirt den zugehörigen Acker durch Verkauf. Das Gehöft 20b ohne Acker kauft Fricke (15) (14) Johann Heinrich Friedrich Christoph Fricke* 1832 † 1904; ~ 1860 Dorothee Luise Steffen, * 1839 † 1903, Halbspännertochter aus Dalichau. Er war Leinwebermeister u. Häusler im jetzigen Hause Nr. 162; 1868 war er Fuhrmann im Gehöft Nr. 162; bis er zwischen 1871 u. 1874 das Gehöft 20b ohne Acker kaufte u. dasselbe bezog. Er war in seinem letzten Zeiten ausschließlich Ackerbauer auf Hof 20. Er kaufte Haus u. brachte Acker von Hof 20 b = 5 Mg. 51 Quadratruthen ( lt. Separ. Recaß) die Hauskabel von Nr. 162 (= 52 Quadratruthen) blieb bei Haus Nr. 162.
Kinder:
1. Elisa Anna * 1861; ~ 1887 Ökonom Kuhne * 1858 in Eggersdorf
2. Wilhelm Friedrich * 1862; ~ 1890 (15)
3. Emma Dorothee Elisabeth * 1865; † 1865
4. Samuel Gottfried August Ludwig * 1866.
5. Gottlieb Louis Wilhelm * 1874; † 1874.

(15) Wilhelm Friedrich Fricke; * 1862 Maurer ~ 1890 Dorothee Luise Behrend * 1865,
Böttchermeistertochter. Er betreibt jetzt nur Landwirtschaft; außer eigenem Acker
bewirtschaftet er Pachtacker. Er und sein Vater haben lange den zu Hof 13b gehörigen Acker pachtweise bewirtschaftet, der 1904 an Hof 7 verkauft ist. – Ackerbesitz 1919: 3,16 ha; dazu gepachtet 5,35 ha.
Kinder:
1. Friedrich Wilhelm * 1891; †
2. Luise Minna * 1892; †
3. Ida Anna * 1894; †
4. Louis Carl * 1897; (16)
5. Luise Emmy * 1905.
Bem.: Des eingegangenen Hofes 20a Hofstätte mit Garten ist teils an Hof 20b; teils an Hof 21 gefallen.

(16) Louis Carl Fricke* 1897 ~ 1922 Rosa Sophie Ida Meißner, Tochter des Landwirtes und Mühlenbesitzer Hermann Meißner in Schwarz ~ Emma geb. Reinhardt
Kinder:
1. Friedrich Herrmann * 1. Febr. 1924.

 

Die Ergänzungen der Familiengeschichte der einzelnen Besitzer nach dem Ende der Aufzeichnungen Friedrich Looses bis zur Gegenwart finden Sie im pdf-Dokument zum Hof. Auf dieser Seite oben.

 

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