Grossmühlingen - ein typisches Bördedorf

 

 

 
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Hof 1

Abgerissen, aufgeteilt in 3 Eigenheime.

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Hof 2

Der Hof 2 war das einzige Mannslehengut im Dorfe (Sattelgut mit der Abgabe eines Lehenspferdes), das 1370 höchstwahrscheinlich von den fürstlichen miles agrarius des wüsten Slawendorfes Klein Ackendorf gegründet wurde. 1585 war Jacob Nagel der erste urkundlich erwähnte Besitzer. 1611 - 1639 ff. zahlte Junker Hans Nagel den Kohlhofzins. Eine Schwester von ihm heiratete wahrscheinlich den hiesigen Pastor Magister Heinrich Reinecke. „Die Frau Nagel, welche 1614 25 Thaler zu dem holzgeschnitzten Taufstein der Kirche schenkte, scheint die Frau des Hans Nagel auf Hof 2 gewesen zu sein.“ Georg Nagel war verheiratet mit Elisabeth Reinecke, vermutlich einer Tochter des Pastors Reinecke.

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Kossatenhof 5

Wer vor 1653 diesen Hof besaß, ist unbekannt. –
(1) Hans Lieprecht zinst 1653-1658 für _ Hufe Kirchenacker, die bis 1855 beim Hof blieb. 1654 hatte der Hof nur diese _ Hufe Kirchenacker. Ein Sohn des H. Lieprecht wird 1659 begraben.

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Hof 8

Nach dem Schöppenbuch-Eintrag de 1597 ist wahrscheinlich, daß im Jahre 1597 den Hof 8 Valentin Kulbolt, den Hof 9 die Wittwe des verstorbenen Kampe und den Hof 10 Andreas Kuntze besaß. Auf Kulbolts Hofe (= 8) standen 1585-1598 eiserne Schafe, die 1599-1613 zwar von Wwe. Thielecke (auf Hof 41?) und 1614 f. von Jacob Nagel (Hof 7?) genutzt wurden, jedoch 1614 als die „Schafe von Kulbolts Hof“ bezeichnet sind.

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Kossathengehöft Nr. 9

Ein Pfarrlehenshaus, wo in ältester Zeit vermutlich Dienstleute der Kirche bzw. Pfarre wohnten.
Der nördliche Teil des Gartens ist einst Wall gewesen (I, 48) der nach Planirung des Walles entstanden Garten ist niemals als Pfarrlehen bezeichnet, sondern immer nur „Haus und Hof“.

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Hof 11

Hans Semler hatte vermutlich 1599 ff. den Hof 11.

(1) Caspar Semler, der 1592 Kirchvater war, und 1596 Vormund der Wwe. Kampe (auf Hof 9) wurde, besaß den Kossatenhof 13 b. Er hatte 1585-1621 _ Hufe Kirchenacker in Pacht. Er ist abermals Kirchvater 1604. Er ist 1625 erblindet u. verklagt in diesem Jahre Hans Bertram (auf Hof 18) wegen 30 Thalern.

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Hof No. 36

Hof 36 wurde vermutlich 1370 gegründet.
Johann Biermann war um 1698 der Besitzer.„Er verließ seine Frau Bartholomäi 1700 unter der Angabe einer Reise und wurde am 18. März 1701 im Hannöverschen wegen eines vor 10 Jahren verübten Mordes hingerichtet.“ Als seine Witwe wieder heiraten wollte, wurde es ihr verwehrt, da der Totenschein ihres Mannes nicht vorlag und die vorgeschriebene Zeit zur Wiederverehelichung nicht abgelaufen war. Erst nach Genehmigung vom Fürsten in Zerbst konnte die Heirat stattfinden.

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Hof 13

Hof 13a und 13b – Beide Höfe wurden vermutlich um 1200 erbaut.
13a wurde 1594 erstmalig in einer Kirchenrechnung erwähnt, der Hof 13 b gehörte 1674 Hans Schultze.
Der Kossath Johann Georg Allenstein kauft um 1875 den Hof 13b und vereinigt ihn mit den Gebäuden, dem Hofraum und Garten von Hof 13 a.
1914 wurden Gebäude von G. Braune abgebrochen, der den Hof 12 besaß und Hof 13 dazukaufte, um hier einen große Viehstall zu errichten.
Heute befindet sich dort eine Autowaschanlage.

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Hof 34

Dieser Hof ist sehr alt, er befindet sich unmittelbar zwischen dem Pfarrgrundstück und der Dorfschenke. Wer ihn vor 1654 besaß, ist aus dem Schöppenbuch nicht ersichtlich.
1654 erwarb ihn der Kossat Hans Veit aus der Schweiz, der im Kirchenbuch „ehrbar u. arbeitsam“ genannt wird.
1918 kam es in den Besitz von Luis Dieme, der das alte Haus abriss und ein neues baute, das heute noch Wohnhaus ist.

 

 

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